Arbeitsgemeinschaft “Mobilität und Reisen”
Eine Initiative des Escales-Verlags anlässlich der IRMA 2012 in Bremen
unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Udo Wilken
(Stand: 14. Februar 2012 – Anregungen werden gerne entgegengenommen und regelmäßig eingearbeitet)
Auf der IRMA in Bremen haben die Aussteller die Möglichkeit, sich an der Gründung einer Arbeitsgemeinschaft „Mobilität und Reisen“ für Senioren und Menschen mit Behinderung zu beteiligen. Diese Gründungsversammlung am 2. Juni 2012 steht unter der fachlichen Leitung des renommierten Hochschulprofessors Dr. Udo Wilken, Autor des Fachbuches „Tourismus und Behinderung – ein sozialdidaktisches Kursbuch zum Reisen von Menschen mit Handicaps“ (im Internet kostenlos unter: http://www.pedocs.de/volltexte/2011/4581).
Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist unter anderem ein gemeinsamer Auftritt zur Schaffung klarer Leitlinien und besserer Rahmenbedingungen für den barrierefreien Tourismus und für mehr Mobilität bei Alter und Behinderung. Alle Aussteller sind herzlich eingeladen, sich bei Interesse aktiv an einer Mitarbeit der Arbeitsgemeinschaft zu beteiligen, eine Verpflichtung hierzu besteht natürlich nicht.
Die IRMA in Bremen versteht sich als zukünftige Leitmesse für die ARGE „Mobilität und Reisen“ sowie für die Schwerpunktthemen „Alters- und behindertengerechte Pkw/Fahrzeuge und andere Fortbewegungs- und Hilfsmittel“ und „Barrierefreier Tourismus“.
Touristik- und Automobilbranche sowie Reha-Hersteller sorgen für mehr Mobilität
Namhafte Veranstalter für barrierefreies Reisen, Hotels und Beherbergungsbetriebe, Fremdenverkehrsregionen und andere touristische Anbieter kommen als Aussteller auf die IRMA, darunter bekannte Namen wie Hotel Mar y Sol (Teneriffa), Haus Rheinsberg Hotel am See (Rheinsberg), Residenz Dahlke (Bad Bevensen), Silence Sporthotel Zugspitze (Österreich), Villa Kusini (Kenia), Grabo-Tours (Ohmbach), Weitsprung-Reisen (Marburg), BSK-Reisen (Krautheim) und Süße-Reisen (Kürten).
Weil beim Thema „Mobilität trotz Alter und Behinderung“ die Automobilindustrie und die Fahrzeugumbauspezialisten eine wichtige Rolle einnehmen, ist die Anwesenheit nahezu aller führenden Umbauspezialisten für Behindertenfahrzeuge in Deutschland als Aussteller auf dieser Messe von großer Bedeutung. Zu den Ausstellern auf der IRMA 2012 zählen unter anderem die Firma Paravan GmbH aus Aichelau, AMF-Bruns aus Apen, die Autohaus Keyssler GmbH & Co. aus Bremen, die ASP Aufbauservice Petersen GmbH aus Hamburg, die Firma Jelschen Behindertenfahrzeuge GmbH aus Bad Zwischenahn, die Mercedes-Benz Niederlassung Weser-Ems, Költgen aus Krefeld, sowie die Firma Petri + Lehr GmbH & Co.KG aus Dietzenbach.
Praktische Fragen und Problemstellungen
In der alltäglichen Praxis seitens der Reisebüros, Reiseveranstalter und Busunternehmer, die Reisen für Senioren und behinderte Menschen anbieten, gibt es immer wieder Fragen im Hinblick auf die Mitnahme von Hilfsmitteln auf Reisen, so zum Beispiel im Zusammenhang mit der Sicherung von Rollstühlen und Scootern oder Spezialrädern bei der Beförderung in Pkw, Bus und Bahn, Fragen nach Schadensregulierung solcher Hilfsmittel, wenn diese nach einer Beförderung im Flugzeug defekt am Zielort ankommen, Reparaturdienste für Rollstühle am Urlaubsort und vieles mehr. Wo gibt es Verleihstationen mit E-Bikes, Handbikes, Spezialrädern, Scootern und E-Rollstühlen? Welche Aktivrollstühle lassen sich möglichst leicht per der Hand- und Armkraft vom Autofahrer zerlegen und ins Wageninnere verladen, oder welche (E-)Rollstühle können problemlos auf Flugreisen mitgenommen werden? Viele dieser Fragen sind nur in Zusammenarbeit mit den Herstellern von Rollstühlen und Hilfsmitteln zu beantworten, und oftmals ließe sich durch kleine Konstruktionsänderungen die Mitnahme von Rollstühlen, Bikes und anderen Hilfsmitteln auf Reisen erheblich erleichtern – aus diesen Gründen ist ein Mitwirken dieser Branche in der Arbeitsgemeinschaft ebenfalls von großer Bedeutung.
Die Arbeitsgemeinschaft wird sich auch mit praktischen Fragen von Hotels und Beherbergungsbetrieben befassen. Eine häufig gestellte Frage lautet, wie sich Badezimmer für Senioren und behinderte Menschen / Rollstuhlfahrer ausstatten lassen, ohne dass dabei eine Krankenhausatmosphäre entsteht. Hier ist die Zusammenarbeit mit den Sanitärherstellern gefragt, die behindertengerechte Halte- und Stützsysteme, WC-Anlagen, Duschen und Waschbecken herstellen.
Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft „Mobilität und Reisen“
Alle Aussteller sind herzlich dazu eingeladen, aktiv in der Arbeitsgemeinschaft mitzuwirken. Themenstellungen und Aufgaben der ARGE „Mobilität und Reisen“ sind unter anderem
- Bestandsaufnahme zur Situation „Barrierefreier Tourismus“.
- Bestandsaufnahme zur Situation „Auto-Mobilität“ bei Alter und Behinderung. Welche Anforderungen werden an die Automobile der Zukunft bei einer immer älter werdenden Bevölkerung gestellt?
- Schaffung einheitlicher Kriterien zur Klassifizierung von Reisen und Unterkünften für Senioren und Menschen mit Behinderung (einheitliche Kategorien, Piktogramme).
- Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die sich mit Fragen und Problemen der Mitglieder der ARGE Mobilität und Reisen zum Thema „Barrierefreier Tourismus“ befasst.
- Zusammenarbeit mit der Tourismusbranche bzw. Fremdenverkehrswirtschaft, mit Verkehrsbetrieben, Forschung und Lehre, Politik und Verbänden zur Verbesserung des Angebots für Senioren und Menschen mit Behinderung.
- Zusammenarbeit der Tourismusbranche mit Hochschulen und Universitäten, damit Studien und Marktforschung praxisorientiert erfolgen können. Außerdem sollen vermehrt Praktikumsplätze für Studierende in barrierefreien Hotels und bei Reiseveranstaltern für Senioren und Menschen mit Behinderung angeboten werden.
- Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie, mit Automobilclubs und Umbauspezialisten, unter anderem mit den Themenstellungen „Mobilität trotz Alter und Behinderung“ , „Verkehrssicherheit bei der Personenbeförderung für Menschen im Rollstuhl“, „Fahrschulen und Fahrsicherheitstraining für Senioren und Menschen mit Behinderung“.
- Zusammenarbeit mit Bahn- und Fluggesellschaften zur Verbesserung des Angebots für Senioren und Menschen mit Behinderung.
- Zusammenarbeit mit Beförderungsunternehmen, Fahrdiensten und Pflegediensten.
- Zusammenarbeit mit Herstellern von Rollstühlen, Scootern, E-Bikes, Handbikes und von anderen Hilfsmitteln, die auf Reisen wichtig sind.
- Schaffung einer Internetplattform, auf der Fahrzeuge und Hilfsmittel katalogisiert und beschrieben werden, die das Reisen und die Mobilität von Senioren und behinderten Menschen in besonderem Maße erleichtern. Auf der Internetplattform sollen die Mitglieder und die Arbeitsgruppen der ARGE Mobilität und Reisen vorgestellt werden.
- Schaffung eines Expertennetzwerkes, das flexibel bei Bedarf auf Fragen und Problemstellungen eingehen kann.
Dies sind einige Themenvorschläge, mit denen sich die ARGE „Mobilität und Reisen“ in Zukunft befassen wird. Weitere Vorschläge und Anregungen werden gerne entgegengenommen. Bitte per E-Mail an yvo.escales@mobilitaetsmesse.de.
Auf der Gründungsveranstaltung der ARGE „Mobilität und Reisen“ werden außerdem Referate zur Situation des barrierefreien Tourismus gehalten, gesellschaftspolitische Leitlinien diskutiert und Forderungen an die Fremdenverkehrswirtschaft und Politik zur Verbesserung des touristischen Angebotes für Senioren und Menschen mit Behinderung formuliert.
Es ist wichtig, dass die barrierefreien Hotels & Unterkünfte, Spezialveranstalter, Fremdenverkehrsverbände und die übrigen Marktteilnehmer des barrierefreien Tourismus sowie die Automobilindustrie, Umbauspezialisten, Automobilclubs, Verkehrsträger und Hersteller von Rollstühlen und Reha-Hilfsmitteln in Zukunft enger zusammenarbeiten und ihre Erfahrungen austauschen, um gemeinsam den Mobilitäts- und Reisebedürfnissen von Senioren und Menschen mit Behinderung besser Rechnung tragen zu können.
Wenn Sie noch weitere Fragen zur ARGE „Mobilität und Reisen“ haben, schreiben Sie uns eine E-Mail (info@escales-verlag.de) oder rufen Sie uns bitte an: Herr Escales, Tel. 07841 – 684 11 33.



